Flugplatz

Der Flughafen Lübeck Blankensee entstand bereits 1916-1917. In diesen Jahren nahm die Fliegerschule Lübeck ihren Betrieb auf. Nach einem Rückbau nach dem ersten Weltkrieg wurde er 1933 erneut als Fliegerhorts aufgebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg nutzten die Aliierten das Gelände noch übergangsweise zu Übungszwecken.

Zu Beginn der 1950er Jahre erlaubten die Alliierten Segelflüge vom Flughafen Lübeck. Der Lübecker Aeroclub wurde Betreiber des Flugplatzes.

Seit 1955 waren auch wieder zivile Motorflüge erlaubt. 1958 wurde die Flughafen Lübeck GmbH gegründet. Erst seit dem Jahr 2000 nutzt die irische Fluggesellschaft Ryanair den Flughafen Lübeck.

In den Jahren 2005 bis 2009 hat die Gesellschaft Infratil (Neuseeland) den Flughafen mehrheitlich bewirtschaftet. Inzwischen gehört der Flughafen wieder zu 100% der Hansestadt Lübeck.

Heute gibt es neben der "Segelflugschule Ulli Buch" und "Flugschule Hohensee"  am Flughafen noch zwei Vereine, den ACvL und den "Lübecker Verein für Luftfahrt" (Motorflieger).

Der Flughafen Lübeck-Blankensee wird von einigen Billigfliegern angesteuert. Die gemeinsame Nutzung des Flughafens mit solchen "großen Brummern" erfordert besondere Aufmerksamkeit beim Fliegen, ist aber auch oft spannend. Als internationaler Verkehrsflughafen mit Linienverkehr bringt Lübeck allerdings auch besondere Sicherheitsanforderungen mit sich, die ein eigenes Kapitel erläutert.

Die Startbahnen in Lübeck werden entsprechend ihrer Kursrichtung mit "07" und "25" bezeichnet (70° und 250° auf der Kompassrose). Sie sind also fast genau in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Die Start- und Landebahn für Motorflugzeuge ist die über 2100m lange Hauptbahn und gelegentlich auch der Taxiway C. Uns Segelfliegern steht der südliche Teil des Flughafens zur Verfügung. Zwei jeweils 300 m lange und 15 m breite Asphaltstreifen (nach dem Erfinder "Harry Ost" und "Harry West" genannt) an der Ost- und Westseite des Platzes, jedoch südlich der Hauptbahn, werden von uns für Flugzeugschlepps genutzt. Südlich dieser Streifen befindet sich auf der Rasenfläche die Start- und Landebahn der Segelflugzeuge.